Änderungen der Veterinärvorschriften

Änderungen der Veterinärvorschriften

Die Direktion Rosselkhoznadzor (Föderale Behörde für Veterinär- und Pflanzenschutzüberwachung) im Gebiet Kaliningrad informiert über Änderungen der Veterinärbestimmungen für die Einfuhr von Hunden, Katzen, Frettchen und Kaninchen in die Eurasische Wirtschaftsunion.


Es traten Änderungen der Veterinärvorschriften in Kraft, die die Einfuhr von Hunden, Katzen und Frettchen in die Eurasische Wirtschaftsunion betreffen. Ab jetzt ist es erlaubt, ungeimpfte Welpen und Kätzchen sowie Tiere, die mit Impfstoffen gegen Tollwut, die 3 Jahre lang wirken, geimpft wurden, in die Russische Föderation zu importieren. Außerdem haben sich die Anforderungen an die Einfuhr von Kaninchen geändert.

Nach den neuen Vorschriften dürfen klinisch gesunde Pelztiere, Kaninchen, Hunde und Katzen in das Zollgebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion eingeführt und zwischen den Mitgliedstaaten transportiert werden, wenn Tiere aus Gebieten kommen, die frei von den folgenden ansteckenden Tierkrankheiten sind:

  • Milzbrand: für alle Tierarten, die die letzten 20 Tage in landwirtschaftlichen Betrieben verbracht haben;
  • Tollwut, Tuberkulose:  für Füchse, Polarfüchse, Hunde und Katzen, die die letzten 6 Monaten im Verwaltungsgebiet oder im landwirtschaftlichen Betrieb verbracht haben;


für Frettchen:
  1. Nerzenzephalopathie, Aleuten-Krankheit: die letzten 36 Monaten im Betrieb;
  2. Tularämie: die letzten 12 Monate im Betrieb;
  3. Tollwut, Tuberkulose – die letzen 6 Monaten im Verwaltungsgebiet gemäß der Regionalisierung oder im Betrieb;
  4. für Kaninchen: - virale hämorrhagische Erkrankung, Tularämie, Pasteurellose (Pastcurella multocida, Mannheimia gaeniolitica): die letzten 12 Monaten im Betrieb;
  5. Myxomatose: die 6 Monaten im Betrieb.
Während der Quarantäne werden klinische Gesamtuntersuchungen und diagnostische Tests durchgeführt:
  1. Nerze: Aleuten-Krankheit;
  2. Katzen: Dermatophytose.
Spätestens 20 Tage vor dem Versand werden die Tiere geimpft, wenn sie in den letzten 12 Monaten nicht geimpft wurden:
  • alle Fleischfresser (außer Nerze): gegen Tollwut;
  • Füchse, Polarfüchse: gegen die Plage von Fleischfressern;
  • Nerze und Frettchen : gegen die Plage von Fleischfressern, virale Enteritis, Nsevdomonose;
  • Nutria: gegen Pasteurellose;
  • Hunde:  gegen die Seuche von Fleischfressern, Hepatitis, Parvovirus- und Adenovirus-Infektionen, Leptospirose (wenn sie nicht prophylaktisch mit Dehydrostreptomycin oder einem im Ausfuhrland registrierten Stoff behandelt wurden, der eine gleichwertige Wirkung erzielt);
  • Katzen: gegen Panleukopenie;
  • Kaninchen:  gegen Myxomatose und virale hämorrhagische Erkrankungen, aber auch gemäß den Anforderungen der zugelassenen Stelle des Mitgliedstaats, in dessen Hoheitsgebiet die Einfuhr (Verbringung) durchgeführt wird, gegen andere Infektionskrankheiten.
Die Einfuhr und (oder) Transport von Fleischfressern ist nach Bestätigung eines Tierarztes zulässig, der eine Veterinärbescheinigung ausgestellt hat, dass die Frist für die Aufrechterhaltung der Tollwutimpfung (für mehr als ein Jahr gültig) nicht abgelaufen ist, oder nach Bestätigung durch das Labor, dass die Intensität der Tollwutimmunität mindestens 0,5 IE/ml beträgt, sowie von Hunden und Katzen, die junger als 3 Monate sind und nicht gegen Tollwut geimpft sind.

Es ist gestattet, Hunde und Katzen, die für den persönlichen Gebrauch befördert werden, in einer Menge von höchstens 2 Tiere ohne Einfuhr- und Quarantänegenehmigung beim Vorhandensein eines internationalen Reisepass, der in diesem Fall einer Veterinärbescheinigung entspricht, einzuführen, sofern dieser einen Vermerk der zuständigen Behörde über die klinische Untersuchung enthält, die spätestens 14 Tage vor der Reise stattgefunden hat. Bei der Einfuhr der Tier aus Drittländern ist die Ersetzung des internationalen Reisepasses im Bestimmungsland durch ein tierärztliches Begleitdokument nicht erforderlich.

Hunde und Katzen, die im Gebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion zum persönlichen Gebrauch befördert werden, dürfen in einer Menge von höchstens 2 Tieren ohne Quarantäne mit einem Veterinärpass des Tieres gemäß den Anhängen 2 und 3 befördert werden. Der Pass muss Vermerke enthalten, die bestätigen, dass  das Tier gemäß diesen Anforderungen geimpft wurden und jede nachfolgende Tollwutimpfung während des Wirkungszeitraums der vorhergehenden Impfung durchgeführt wurde. Eine klinische Untersuchung des Tieres muss spätestens 14 Tage vor Beginn der Beförderung durchgeführt werden, dabei muss im Pass vermerkt werden, dass das Tier innerhalb von 120 Tagen transportiert werden darf, sofern die Impfung (Wiederholungsimpfung) gegen Tollwut während dieser Zeit nicht abläuft.

Quelle